Doris Hellpoldt

Leiterin Trainings & Projekte
 

...ist Projektleiterin und trainiert für die ems unter anderem selbstfahrende Radiomoderatoren und Menschen, die mit Redaktionssystemen wie Open Media arbeiten. Sie gehört zu den vielen Absolventinnen, die gerne an die Schule zurückgekommen sind - und das, obwohl sie ihr Herz erst ans Radio und dann ans Ausland verloren hatte. Das Motto der steten Veränderung nimmt sie wörtlich und findet weite Blicke in die Zukunft deshalb schwierig. Wer weiß, ob es 2030 noch Journalisten gibt? Sie ist aber sicher, dass es weiterhin darum gehen wird, neugierig zu bleiben und an den richtigen Stellen querzudenken.

 

Das Wichtigste in Kürze
 

geboren 1976 in Sachsen, lebt und arbeitet heute in Potsdam. Verlor während des Studiums ihr Herz ans Radiomachen, was man ihren journalistischen Stationen anmerkt: mephisto 97.6, BBC World Service, MDR info, Antenne Brandenburg und radioeins. Dazwischen auch Spiegel TV. Nach dem Volontariat an der ems (im 2. Jahrgang) für Inforadio und rbb online im Einsatz. Als Musikredakteurin und Moderatorin bei detektor.fm konnte sie ihre größten Leidenschaften verbinden: Leipzig, Musik und mit viel Herz gemachtes Radio. Auf Instagram verbindet sie gerne Liedzeilen mit Fotos.

Was hat sich durch die ems für Sie verändert?

Ich übernehme Aufgaben, von denen ich vorher nie gedacht hätte, ich könnte gut darin sein und auch noch Spaß haben. Die ems gibt mir aber Rückendeckung und Sicherheit, um Neues auszuprobieren.

 

Soundtrack of my life

a-ha  - Crying in the rain

Ein überglücklicher Wende-Teenager, der 1990 mit Papa zum ersten Mal im Leben zu einem Konzert fährt und dafür dann gleich nach Berlin zur Lieblingsband in die Deutschlandhalle. Ich weiß noch, dass mein Vater auf den Lärm nicht vorbereitet war (kreischende Teenager UND diese Band auf der Bühne!). Er hat sich zerknülltes Zeitungspapier in die Ohren gestopft. Ich konnte natürlich alle Songs auswendig. Diesen könnte ich heute noch mitsingen.

 

Ben Folds Five – One angry dwarf & 200 solemn faces

Playlisten zusammenstellen statt studieren - das war meine liebste Entschuldigung fürs Prokrastinieren während meiner Zeit in der Musikredaktion von mephisto 97.6, dem studentischen Lokalradio der Universität Leipzig. Es gab kein Rotationsprogramm. Also schrieb man die Songs in ein Word-Dokument, fügte die Intro- und Cue-Zeiten dazu und gab dem Moderator dann den Ausdruck plus einen Stapel CDs in die Hand. Ben Folds Five war mein Lieblings-Opener. Ich fürchte, ich habe den Song totgespielt… Aber großartig sind sie immer noch. Der Song, und Ben Folds.

The Divine Comedy – Something for the weekend

Die Musik zu meinem Austausch-Jahr in Exeter, wo ich englische Literaturwissenschaft studiert habe. Radio One-Morgenmoderator Chris Evans entdeckt The Divine Comedy und spielt über Wochen immer wieder diesen Song. Auch fast 20 Jahre später hab' ich das Stück noch als Ohrwurm im Kopf. Und The Divine Comedy ist immer noch eine der Bands, von der ich immer wenigstens ein Album auf dem Telefon dabei habe.

 

Sportfreunde Stiller - Wellenreiten `54

Mein allererster Einsatz als Moderatorin bei mephisto 97.6 - ein einstündiges Interview mit Sportfreunde Stiller. Die Sendung hieß „VIPration“  und die Bänder davon (ja genau, die Dinger mit Bobby in der Mitte) habe ich immer noch. Ich war hin und weg – von den Sportfreunden und vom Kick der Live-Moderation. Ich wollte nie wieder etwas anderes machen. 

The Postal Service – Such great heights

Der erste Song, der beim Internetradio detektor.fm lief, als der Sender 2009 on air ging. Nicht weil er neu war, oder ein besonders guter Opener, sondern weil er auf der All-Time-Favourite-Liste des detektor.fm-Teams steht. Echte Radioliebe. Deshalb moderiere ich nach wie vor am liebsten bei detektor.fm.