Der Ruf Londons...

Eindrücke vom Praktikum beim ZDF in London

 

Es regnet. Es ist mein erster Tag im Studio, mein erster Tag in London. Und zumindest das Wetter gibt sich Mühe, Vorurteile zu bedienen.

Fünf Wochen werde ich im ZDF-Auslandsstudio hospitieren und rechne mit nassen Füßen und kalten Händen. Aber auch jeder Menge Spaß.

Das ZDF-Studio in London...

Stefanie Mnich im ZDF-Studio London

… ist eines von 18 Auslandsstudios des Senders. Hier arbeiten gut zwei Dutzend Leute, davon zwei Korrespondenten. Die Journalisten berichten über so ziemlich alles, was in Großbritannien gerade passiert - ob Brexit, Fußball oder rote Telefonzellen. Dabei bedienen sie alle möglichen Formate: Hauptsächlich die Nachrichtensendungen heute, heute Journal, heute+, Auslandsjournal und heute in Europa, aber auch Mittags- und Morgenmagazin, Kulturzeit und Leute heute.

Das Studio ist ein englisches Stadthaus mitten in Westminster. Alle Mitarbeiter sitzen hier auf fünf Etagen: Redaktion, Produktion, Technik und Verwaltung.

Ein typischer Tag...

...beginnt für mich ca. 9.30 Uhr mit einer morgendlichen Sitzung und endet ca. 18.00 Uhr. Dazwischen kann alles passieren – geplantes, ungeplantes, draußen, drinnen, überall. Ich fahre mit zu den Drehs, zu Anti-Brexit-Demonstrationen, zu brennenden Kunstwerken oder zur Filmpremiere von Usain Bolt. Ich recherchiere und kann auch mal selber losziehen.

 

Und sonst...

...ist London zwar teuer, aber auch wunderbar. Einfach eine tolle Stadt. Ich wohne etwas außerhalb, brauche für den Weg zum Studio aber auch nicht länger als wenn ich von zu Hause in Berlin zur ems in Babelsberg fahre. Es gibt unheimlich viel zu sehen in London – vom neuen größten Lego-Store der Welt bis zu den In-Bezirken an der Brick Lane – es wird nie langweilig. Eines ist allerdings sehr schwer zu bekommen (aber neben Lego fast lebensnotwendig für mich) – Club Mate.

 

Ein Text von Volontärin Stefanie Mnich.