Ellen Trapp

Ellen Trapp dreht lange Reportagen und Dokus. Außerdem arbeitet sie beim ZDF als Redakteurin und in der ARD als Reporterin - für das Berliner Studio des Bayerischen Rundfunks.

ellen_trapp_1Wie sieht ein typischer Arbeitsalltag bei Dir heute aus?

Ich bereite mit den Kollegen die nächste Sendung Maybrit ILLNER vor, wir überlegen uns einen thematischen Ablauf der Sendung und Ideen für Einspieler, und ich führe Vorgespräche mit den Gästen. Das ist die Arbeit beim ZDF. Darüber hinaus habe ich gerade das nächste Thema für eine Dokumentation bekommen, es könnten mehrere Teile werden und ich arbeite mich ins Thema ein, beginne mit der Recherche, suche nach Protagonisten. Wenn ich beim Bayerischen Rundfunk bin, im Berliner Studio, kümmere ich mich um die tagesaktuelle Politik.

Was war das aufregendste Erlebnis in Deiner bisherigen journalistischen Arbeit?

Im Dezember 2008 konnte ich für die ARD aus Athen berichten. Dort gab es Studentenproteste, weil die Polizei einen Jugendlichen erschossen hatte. Eine Woche lang bericheten wir von den Krawallen und Strassenschlachten. Ich war natürlich mittendrin. An einem Vormittag geriet ich mit meinem Team zwischen die Fronten: Tränengas, Wasserwerfer – das volle Programm. Als wir wieder an der SNG ankamen, wurde ich direkt ins Mittagsmagazin geschaltet – das war sehr spannend, unmittelbar und großartig.

Was magst Du an Deinem Job besonders?

Ich kann stets hinter die Kulissen schauen, ich darf alle Fragen stellen, die ich habe und ich lerne Menschen kennen oder Situationen, die mir sonst nie begegnet wären. Das Schöne daran: ich kann alles gleich weitererzählen!

Wenn Du an Deine Zeit an der ems zurückdenkst, was fällt Dir da spontan ein?

Lernen, ausprobieren, Stress und immer wieder Kritik! Der Lieblingssatz von Herrn Dahl: „There is room to improve“, Wolf Schneider und seine „gequirlte Scheiße“, Pizza bestellen, weil es mal wieder länger wird am Abend, und zu guter letzt habe ich für den Abschlußfilm Conny und Beate beim sexy CARWASH gedreht…ein Fest!

Ellen Trapp war ems-Volontärin im 1. Jahrgang.