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Drehen, Schneiden und der Kampf mit dem Text

Erste Übungen mit Kamera und Schnittrechner – und das Ringen mit dem Text: Die Volontäre des 7. Jahrgangs sind jetzt in ihrer TV-Ausbildung. Und sie müssen wieder Kritik aushalten.

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Ganz ohne Bild-Text-Schere: Volontärin Jade Yasmin Tänzler liest ihren Text zum Beitrag

2.12.2012

„Nach der Radio-Ausbildung dachte ich: Radio ist mein Ding. Besser kann es nicht werden. Aber das Fernsehen-Machen hat mich überrascht. Ich hätte nie gedacht, dass es so komplex ist und dabei so viel Spaß macht!", sagt Volontär Tim Schwiesau.

Diese Woche gibt es Schwarzbrot

Seinen ersten Beitrag hat Tim mit seinen Kollegen Malte Führing und Max Ulrich produziert: Ein O-Ton-Porträt über die „rbb-Legende" Ulli Zelle. Sie haben es selbst recherchiert, gedreht und geschnitten. Am Schluss wurde der Film – wie immer – im Plenum ausgewertet. Natürlich ist da noch etwas Luft nach oben. Die Volontäre bekommen täglich neue Übungen. Diese Woche sitzen sie in der ems und es gibt „Schwarzbrot": Wie schreibe ich einen guten Text zu einem Beitrag?

Alle sitzen an ihren Rechnern, grübeln und tippen. Jeder hat einen Fernsehbeitrag bekommen. Ohne Sprechertext – aber mit Informationen zum Thema. Dass die Aufgabe eine intellektuelle Herausforderung ist, sieht man an ihren Denkfalten.

Auch mal das Bild für sich sprechen lassen

„Der Text muss vor allem korrekt und klar formuliert sein – aber man darf dabei nicht jede Pause zutexten", sagt Trainer und TV-Journalist Rainer Tauber. „Um einen verständlichen und lebendigen Beitrag zu bekommen, muss man das Zusammenspiel von Bild, O-Ton, Sprechertext, Geräuschen, und gegebenenfalls Musik beachten. Jedes Element hat seine Wirkung, kommt aber nur dann gut zur Geltung, wenn man ihm Raum gibt. Manchmal sollte man das Bild für sich sprechen lassen – oder man lässt ein Geräusch frei stehen."

TV-Station im Januar

Auch diese Übung wird ausgewertet. Jeder Volontär präsentiert „live" seinen Text zum Film. Die Kollegen und der Trainer geben Feedback. Kritik anzunehmen und annehmbare Kritik formulieren zu können, ist ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung. „Das alles ist schon manchmal ziemlich anstrengend", sagt Tim Schwiesau. „Aber ich merke natürlich auch: wir lernen in kurzer Zeit extrem viel."

Für die kommenden Wochen stehen „Recherche", „Nachrichtenfilm" und „Bericht" auf dem Ausbildungsplan. Die Volontäre vertonen ihre Beiträge und werden auch vor der Kamera stehen. Und Ende Januar, kurz bevor es in die achtwöchigen Einsätze bei verschiedenen Fernsehsendern geht, gibt es einen besonderen Höhepunkt: Die erste gemeinsam produzierte Fernsehsendung.

JMS

 
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