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Seit vier Wochen sind die Volontäre des 6. Jahrgangs in der Praxis unterwegs. In TV-Redaktionen von Frankfurt/Oder bis nach Bremen, über Hamburg bis nach Wuppertal absolvieren die ems-Volos Redaktionstrainings, die ihre Fernsehausbildung an der ems komplettieren. Drei Zwischenberichte.
Daniel Rauleder – NDR Vorabendmagazine
Kochrezepte, Tiergeschichten, Tipps für den Garten. So sieht das Vorabendprogramm beim NDR aus. Zugegeben – kein knallharter Investigativ-Journalismus; aber trotzdem ganz unterhaltsam.
Nach zwei Wochen beim NDR kann ich mich über eines nicht beklagen: mangelnde Abwechslung. Mittlerweile bin ich bei NDR DAS! - zuvor war ich bei „Mein Nachmittag“.
Meine Aufgaben bis dahin: Umfragen, Einspieler für die Live-Schalte und eigene Beiträge produzieren. Die Themen sollen ein älteres Publikum ansprechen – und auch wenn man oft schmunzeln muss, weil schon wieder ein Thema mit einem drolligen Hund, einer Robbe oder einem süßen Kätzchen in der Sendung landet – es macht Spaß. Auch weil man hier seine eigenen Themenvorschläge umsetzen darf. Und das ist bei mir dann doch etwas anderes als der heilige Vorabend-Dreiklang: Tiere, Kochen, Garten.
Samuel Jackisch - Sportblitz, Radio Bremen
Wenn um 17 Uhr ein junger Mann aus Bremerhaven in Budapest schwimmen geht und um 19:15 Uhr ein fertiger 2-Minuten-Beitrag darüber auf Sendung gehen muss, dann ist man mittendrin, im hektischen Alltag einer Sportredaktion. Und: Es macht Spaß!
Die Sportblitz-Redaktion bei Radio Bremen ist ein sehr netter Haufen. Volontäre dürfen von Anfang an voll mitmachen, bereits am ersten Tag war ich mit einem Beitrag auf Sendung. Über Springreiten! Dass der Volontär keine Ahnung von Pferden hat, wird dabei gern verziehen.
Fundiertes Wissen über lokale Sportgrößen ist allerdings Pflicht; von den Formationstänzern "Grün-Gold" bis zu den Nummernschildern der Fußball-Profis vom SV Werder musste ich einiges lernen. Hat man sich einmal in die "Bremische Perspektive" eingearbeitet, braucht man nur noch ein sehr dickes Fell gegenüber Sportreporter-typischen Text-Bild-Kalauern. Denn was ist aus dem Bremerhavener Brustschwimmer Hendrik Feldwehr bei der EM in Ungarn geworden? Natürlich: Er ist ziemlich -- baden gegangen.
Thomas Blecha - SPIEGEL TV Online
Klicken, klicken, klicken! - das ist eigentlich das Entscheidende bei Onlinevideos. SPIEGEL ONLINE ist eines der Leitmedien, wenn es um Nachrichten im Internet geht. Seit langem sind da Videoinhalte fester Bestandteil. Und Auswertungen zeigen: Internetnutzer mögen es dabei vor allem bunt. Klar, trockene Nachrichten gibt es auch, aber viel eher wird auf bildstarke Themen gesetzt: Metal-Festival, iPhone und Gespensterfische sind just im Moment die meistgeklickten Clips.
Ähnlich unterschiedlich sind daher auch meine bisherigen Einsätze. Ich durfte auf der Bundespressekonferenz den Abschied von Frau Merkels Regierungssprecher filmisch festhalten, zu einer neuen Frischfleisch-Studie O-Toene einholen, einen Beitrag über den Drogenkrieg in Mexiko texten oder auch den kurzzeitigen Twitter-Hype um den Blumenkübel als Autor bearbeiten.
Manchmal fühlt sich mein Redaktionseinsatz nicht immer nach richtigem Fernsehen an, ist es ja auch nicht. Aber das hat auch einen entscheidenden Vorteil: Statt Kamerateam, Tontechniker und Cutter die Arbeit machen zu lassen, darf man hier selber ran. Selbst Themen vorschlagen, drehen, schneiden, texten und vertonen. Mehr geht eigentlich nicht.
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